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Chicorée – eine Zufallsentdeckung, die lecker und gesund ist

Wenn man bedenkt, dass eines der feinsten, gesündesten und wohlschmeckendsten Wintergemüse nur zufällig entdeckt wurde, kann man sich für diesen Glücksfall nur bedanken. Der Überlieferung nach sollen belgische Bauern im 19. Jahrhundert so viele Zichorienwurzeln geerntet haben, dass sie mehr davon hatten, als sie zur Kaffee-Erzeugung verkaufen konnten. Zu jener Zeit stellte man aus diesen Wurzeln einen billigen Kaffee-Ersatz, den Zichorienkaffee, her. Wegen der übergroßen Ernte blieben damals etliche dieser Wurzeln im Gewächshaus – und siehe da, nach wenigen Wochen trieben sie zarte, weiße Blätter aus, die sich auch noch als schmackhaft erwiesen.

Damit war der Chicorée entdeckt. Das neuartige Wintergemüse wurde alsbald auf Ausstellungen präsentiert und schaffte sich relativ schnell viele Freunde. Insbesondere in Frankreich, Belgien und den Niederlanden ist der Chicorée seitdem äußerst beliebt. Hierzulande hingegen steht das feine Wintergemüse noch im Schatten bekannterer Salatsorten.

Das ist bedauerlich, weil Ernährungsexperten für den Chicorée nur lobende Worte finden. Zum einen, da das Gemüse als sehr gesund gilt. Die zur Familie der Korbblütler zählende Pflanze ist reich an den Vitaminen B1, B2 und C sowie Carotin und Folsäure. Außerdem weist das Gemüse Phosphor, Kalium, Calcium und Magnesium auf. Und die im Chicorée enthaltenen Bitterstoffe bringen die Verdauung in Schwung, helfen bei der Entgiftung des Körpers. Darüber hinaus punktet Chicorée mit seinem Inulingehalt, einem löslichen Ballaststoff, der für eine gesunde Darmflora sorgt. Das Inulin soll zudem die Abwehrkräfte des Darms gegen Krebs unterstützen.

Als ob es noch weiterer Pluspunkte bedürfte, passt der Chicorée auch ausgezeichnet in eine ausgewogene, kalorienarme Ernährung. Denn das Wintergemüse kommt gerade mal auf einen Kaloriengehalt von 17 kcal pro 100 Gramm. Damit zählt der Chicorée zu den kalorienärmsten Gemüsen überhaupt und darf ohne figürliche Bedenken auf den winterlichen Speiseplan gesetzt werden.

Doch der Chicorée tut nicht nur der Gesundheit gut, sondern auch dem Wohlbefinden von Zunge und Gaumen. Denn das Gemüse, das vor allem in der Jahreszeit von Oktober bis April angeboten wird, lässt sich mit seiner zart-bitteren Geschmacksnote vielfältig zubereiten und servieren: Bei uns wird er meist als Salat auf den Tisch gebracht. Chicorée ist aber ebenfalls für Gemüsepfannen oder als Auflauf bestens geeignet, ebenso zum Überbacken mit Käse oder zum Anrichten als Suppe.

Nur in Küchengeschirr aus Eisen oder Aluminium sollte man den Chicorée nicht zubereiten, warnen Köche, denn darin wird das Gemüse unangenehm schwarz.

Redaktion WOHL_be_FINDEN

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