"Wehren Sie sich", sagen Experten, wenn gesetzliche Krankenkassen einen Antrag auf ambulante Badekuren ablehnen. In den meisten Fällen ist der Einspruch erfolgreich. Was man tun muss, damit die Krankenkasse auch in Zukunft Kuren und wohnortferne Gesundheitsvorsorge-Kurse bezuschusst, steht in der Broschüre "Das Bad Füssing Sparbuch", die jetzt neu aufgelegt worden ist. Foto: Kur- & GästeService Bad Füssing

Kurantrag abgelehnt? Nicht aufgeben

Millionen gesetzlich Krankenversicherte haben Anspruch auf ambulante Vorsorgemaßnahmen oder bezuschusstes Gesundheitstraining in Kurorten. Doch immer öfter lehnen gesetzliche Krankenkassen Anträge auf Bezuschussung solcher Leistungen ab – mit meist zweifelhaften Begründungen. „Wehren Sie sich“, rät der Kurdirektor von Europas übernachtungsstärkstem Kurort Bad Füssing. „Die Erfahrung in der Praxis zeigt, dass zwei von drei abgelehnten Anträgen für ambulante Badekuren in Heilbädern nach einem Einspruch letztendlich doch genehmigt werden“, so Weinberger. Sein Ratschlag: Nach einem Ablehnungsbescheid grundsätzlich Einspruch einlegen.

Viele Krankenkassen setzen bei der Ablehnung von Anträgen auf ambulante Badekuren offensichtlich auf die Unwissenheit der Versicherten: Denn ohne Einschränkungen können Krankenkassen auch heute erhebliche Zuschüsse zu ambulanten Vorsorgeleistungen beim Aufenthalte in einem anerkannten Heilbad zahlen – und zwar eben nicht nur zur Behandlung bestehender Krankheiten, sondern auch zur Krankheitsvermeidung, also der Prävention. Statt alle vier Jahre können Versicherte heute sogar wieder alle drei Jahre bei ihrer Kasse eine solche Maßnahme beantragen.

Die Zahl der ambulanten Badekuren ist trotzdem deutschlandweit in den letzten Jahren von über 550.000 auf derzeit knapp 58.000 genehmigte Anträge gesunken. Diese Entwicklung schadet den Versicherten und kostet die Versichertengemeinschaft letztendlich mehr Geld als eine solche Maßnahme zur Krankheitsvermeidung gekostet hätte. Studien zeigen, dass jeder in die Prävention, also die Gesundheitsvorsorge, investierte Euro langfristig das Dreifache an Ausgaben für spätere Krankheitsbehandlung vermeiden kann.
Das gilt letztendlich auch für wohnortferne Präventionskurse etwa für Bewegungstraining, Entspannung oder zur Ernährungsschulung, wie sie in Bad Füssing rund ums Jahr angeboten werden. Hier können die Kassen pro Kurs bis zu 75 Euro Zuschuss zahlen.

Informationen, welche Ansprüche Versicherte bei Kuren und Gesundheits-vorsorgemaßnahmen haben, welche Zuschüsse ihnen zustehen und wie sie ihre Rechte erfolgreich durchsetzen liefert der Ratgeber „Das Bad Füssing Sparbuch“.
Die kostenlose Broschüre ist jetzt in Neuauflage erschienen.

www.badfuessing.de/infomaterial

Titelfoto: Kur- und Gäste-Service Bad Füssing

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